Eine Google-Ads-Agentur entwirft Konto-Audits mit Claude und lässt jeden Abschnitt von Mitarbeitenden bearbeiten

Eine Google-Partner-Agentur aus Neuseeland hat ein Audit-Werkzeug gebaut, in dem Claude aus Daten der Google-Ads-API und der eigenen Best-Practice-Datei einen Bericht mit 17 Abschnitten schreibt. Mitarbeitende prüfen das Ergebnis und können jeden Abschnitt bearbeiten, bevor das Audit als Kunden-PDF exportiert wird.

Quelle: toogooddigital.co.nzMai 2026

Die Aufgabe

Die Agentur gibt an, schon hunderte Google-Ads-Audits durchgeführt zu haben, und wollte sie gründlicher machen, damit seltener etwas übersehen wird. Für die manuelle Prüfung eines Kontos bleiben meist ein bis zwei Stunden, und das reicht nicht, um tausende ausschließende Keywords auf Lücken durchzusehen.

Was sie getan haben

Die Agentur hat das Werkzeug mit Claude Code gebaut. Am Anfang stand eine lange Textdatei mit den eigenen Best Practices, damit die Empfehlungen der Arbeitsweise der Agentur folgen und keine allgemeinen Ratschläge sind. Das Werkzeug holt Kontodaten direkt aus der Google-Ads-API: Keywords, Anzeigentexte, Erweiterungen, Standorte, Einstellungen, Geräte, Suchbegriffe, Kampagnen und Anzeigengruppen. Plotly macht daraus Tabellen und Diagramme. Das Audit hat 17 Abschnitte, von der Keyword-Strategie bis zu Anzeigentexten und Gebotsstrategien. Jeder Abschnitt hat einen eigenen Prompt, der die Anthropic-API mit der Best-Practice-Datei und den Kontodaten aufruft, weiß, was die anderen Abschnitte behandeln, und mit einer Empfehlung von ein bis zwei Sätzen endet. Ein 18. Prompt liest die Abschnittstexte und schreibt die Zusammenfassung für das gesamte Konto. Die Agentur hat Claude Sonnet mit Claude Opus 4.7 verglichen und sich für Opus entschieden. Der fertige Bericht wird nach dem Designdokument der Agentur gestaltet und mit WeasyPrint und Kaleido als PDF exportiert. Nach jedem Audit schreibt das Team Rückmeldungen auf und trägt sie in die Best-Practice-Datei ein.

Was die Quelle berichtet

Laut Quelle hat jedes Audit 17 Abschnitte plus eine Zusammenfassung für das gesamte Konto und kostet $5 - 10 an Claude-Tokens. Die Quelle nennt ein Beispiel für einen Fund des Werkzeugs: ein versehentlich ausgeschlossenes Keyword wie „kit“, das bei einer Küchenrenovierungsfirma die meisten relevanten Suchanfragen blockieren könnte und das einer kurzen manuellen Prüfung entgehen kann.

Wo die Freigabe liegt

Laut Quelle kann eine Person jeden Abschnitt des von der KI geschriebenen Audits bearbeiten. Das Team nutzt die Ausgabe als Vorlage, sucht im Konto selbst nach weiteren Problemen und Chancen und prüft das Ergebnis als Ganzes. Der Beitrag sagt nicht, wer freigibt, bevor das PDF an einen Kunden geht. Er beschreibt, wie das Werkzeug Kontodaten liest und einen Bericht schreibt, und beschreibt keine Änderungen, die das Werkzeug am Google-Ads-Konto vornimmt.

Gut zu wissen

Die Quelle ist der Blogbeitrag der Agentur auf ihrer eigenen Website, alle Aussagen stammen also von ihr. Sie nennt Kosten pro Audit, $5 - 10 an Tokens, ohne eine Währung anzugeben, aber keine eingesparte Zeit, keine Fehlerquote und keine Vorher-nachher-Ergebnisse. Laut Beitrag war das Ziel ein besseres Audit, kein schnelleres. Das Werkzeug ist eine Eigenentwicklung, die Zugriff auf das Google-Ads-Konto und auf einen Modellanbieter braucht, und seine Qualität hängt von der Best-Practice-Datei ab, die die Agentur nach jedem Audit überarbeitet.

Quelle: toogooddigital.co.nz · Mai 2026

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