Ein Einzelunternehmen verbucht Belege mit Claude Code und gibt jeden einzeln frei

Ein Einzelunternehmen hat einen Claude-Code-Skill gebaut, der Belege aus dem Fiken-Eingang liest und anhand früherer Buchungen ein Konto vorschlägt. Verbucht wird erst, nachdem der Inhaber jeden Vorschlag bestätigt hat.

Quelle: Persönlicher BlogAugust 2026

Die Aufgabe

Belege werden an den Fiken-Eingang weitergeleitet, sobald sie eintreffen, und bleiben dort liegen. Einmal im Monat verbrachte der Inhaber einen Abend damit, sie von Hand zu verbuchen: Lieferanten suchen, Konto wählen, Mehrwertsteuer-Code wählen, PDF hochladen, weiter zum nächsten. Das meiste im Formular wird aus dem PDF abgeschrieben. Nur beim Lieferanten und beim Kostenkonto ist eine Entscheidung nötig.

Was sie getan haben

Der Inhaber hat einen Claude-Code-Skill geschrieben, der über die Fiken-API arbeitet; der Zugriff ist auf ein einzelnes Unternehmen beschränkt. Der Ablauf hat neun Schritte. Der Skill sucht im Fiken-Eingang nach unbenutzten Belegen und fragt nach, welchen er bearbeiten soll, wenn es mehrere sind. Er lädt das PDF herunter und liest es direkt: Lieferant, Rechnungsnummer, Datum, Währung sowie Netto- und Bruttobetrag, ohne separaten Texterkennungsdienst. Dann schlägt er den Lieferanten im Kontaktregister nach und ruft die letzten fünf Einkäufe bei diesem Lieferanten ab. Bei einem Treffer schlägt er dasselbe Konto und dieselbe Mehrwertsteuer-Art vor wie beim letzten Mal. Er zeigt den Vorschlag an und wartet. Erst nach einem Ja bucht er den Einkauf, hängt das PDF an, bestätigt das Ergebnis und räumt auf. Laut Quelle ist der Vorschlag ein Nachschlagen früherer Buchungen und kein maschinelles Lernen. Bei einem neuen Lieferanten muss der Inhaber einmal entscheiden, spätere Belege dieses Lieferanten übernehmen die Entscheidung.

Was die Quelle berichtet

Laut dem Autor stammten die 98 Belege aus acht Monaten von 19 Lieferanten, und 95 Prozent davon kamen von einem Lieferanten, den der Inhaber schon zuvor verbucht hatte. Laut dem Autor dauerte das Verbuchen von Hand gut zwei Stunden im Monat, etwa 13 Belege zu rund zehn Minuten, und mit dem Skill braucht ein Monat an Belegen nur noch einige Minuten für Bestätigungen.

Wo die Freigabe liegt

Der Inhaber gibt jeden Beleg frei. Der Skill zeigt das vorgeschlagene Konto und den Mehrwertsteuer-Code und wartet auf ein Ja, bevor er etwas bucht. Das Verbuchen und das Anhängen des PDFs geschehen erst nach dieser Bestätigung. Der Autor betont, dass dies kein System ist, das die Buchhaltung unbeaufsichtigt führt. Sinngemäß heißt es in der Quelle, der Vorschlag sei der einzige Schritt, in dem der Skill etwas entscheidet, und die Bestätigung der einzige Schritt, der den Inhaber braucht.

Gut zu wissen

Das ist der Bericht einer einzelnen Person über ein persönliches Setup. Er endet mit dem Angebot, ähnliche Automatisierungen für andere Unternehmen zu bauen. Der Skill ist für ein Einzelunternehmen gebaut, das nicht für die Mehrwertsteuer registriert ist und mit privaten Karten zahlt. Laut Quelle bräuchte ein mehrwertsteuerregistriertes Unternehmen fast in jeder Zeile eine andere Mehrwertsteuer-Art, und ein Unternehmen, das vom Firmenkonto zahlt, ein anderes Zahlungskonto. Die Quelle nennt außerdem den Fiken-API-Zugang als kostenpflichtige Zusatzleistung: 99 Kronen im Monat zusätzlich zum Grundpreis von 219 Kronen. In Deutschland sind Buchungsbelege nach § 147 Abs. 3 AO acht Jahre aufzubewahren. Dieser Eintrag beschreibt ein einzelnes Setup und ersetzt keine Steuerberatung; klären Sie die Buchungsregeln mit Ihrer Steuerberaterin oder Ihrem Steuerberater.

Quelle: Persönlicher Blog · August 2026

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