Mercury lässt ein angebundenes KI-Werkzeug Zahlungen an Lieferanten anfragen, die eine Person in Mercury freigibt

Die Dokumentation von Mercury beschreibt einen Connector, über den KI-Werkzeuge wie Claude oder ChatGPT ein Geschäftskonto lesen und Zahlungsanfragen an bereits angelegte Empfänger erstellen. Das Werkzeug stellt nur die Anfrage, das Geld fließt erst, wenn eine dafür befugte Person sie in Mercury freigibt.

Quelle: docs.mercury.comOktober 2026

Die Aufgabe

Lieferanten zu bezahlen gehört in kleinen Unternehmen zum Alltag: Eine Rechnung kommt herein, jemand sucht den Empfänger heraus, prüft Betrag und Auszahlungskonto und richtet die Überweisung ein. Wer seinen KI-Assistenten ohnehin nach Ausgaben oder Kontostand fragt, würde solche Zahlungen gern im selben Gespräch vorbereiten, statt für jede einzelne ins Online-Banking zu wechseln. Das naheliegende Risiko: Ein Werkzeug mit Schreibzugriff auf ein Geschäftskonto könnte versehentlich oder auf eine fehlerhafte Anweisung hin Geld versenden. Die Dokumentation von Mercury richtet sich an Teams, die Zahlungen bequem mit einem KI-Werkzeug vorbereiten möchten, die eigentliche Freigabe des Geldes aber bei einem Menschen belassen wollen.

Was sie getan haben

Laut der Dokumentation verbinden Kontoinhaber ein KI-Werkzeug über eine Anmeldung mit Zustimmungsseite mit Mercury. Fertige Connectoren gibt es für Claude, ChatGPT und Cursor, für andere Programme eine manuelle Einrichtung. Jede schreibende Aktion muss einzeln erlaubt werden, und bestehende Verbindungen mit reinem Lesezugriff müssen neu autorisiert werden, bevor sie eine davon erhalten. Danach beantwortet das Werkzeug Fragen zu Kontoständen, Buchungen, Kontoauszügen und Empfängern. Für eine Zahlung bitten Sie es in normaler Sprache, von einem bestimmten Konto aus eine Zahlung an einen Empfänger anzufragen, der in Mercury schon hinterlegt ist. Das Werkzeug legt daraufhin eine Zahlungsanfrage an. Auf ähnliche Weise entsteht eine Anfrage für eine Umbuchung zwischen den eigenen Konten des Unternehmens. Anschließend öffnet die zuständige Person Mercury, findet die Anfrage in der Liste der Vorgänge, die eine Freigabe brauchen, und prüft Empfänger, Betrag, Zahlungsart und Zeitpunkt, bevor sie zustimmt. Die Dokumentation empfiehlt außerdem, nach einem unklaren Ergebnis zuerst die offenen Anfragen abzurufen, damit dieselbe Zahlung nicht doppelt angefragt wird.

Wo die Freigabe liegt

Zahlungs- und Umbuchungsanfragen warten in Mercury, bis eine dafür befugte Person sie dort freigibt. Laut der Dokumentation kann das KI-Werkzeug weder eine Anfrage genehmigen noch selbst Geld bewegen. Eine Bestätigung im Chat gilt nicht als Freigabe, und eine angelegte Anfrage bedeutet noch keine ausgeführte Zahlung. Die bestehenden Freigaberegeln des Unternehmens gelten weiter. Würden diese Regeln eine Zahlung ohne Prüfung durchlassen, muss die Person, die die Anfrage gestellt hat, sie trotzdem in Mercury freigeben. Anders bei Ausgabenkategorien und Buchungsnotizen: Solche Änderungen wirken sofort, ohne Freigabe.

Gut zu wissen

Die Quelle ist die Dokumentation von Mercury selbst. Sie beschreibt das vorgesehene Verhalten und nennt keine Ergebnisse von Unternehmen. Der Connector ist als Beta gekennzeichnet, und Mercury rät, Antworten vor wichtigen Entscheidungen mit dem Konto abzugleichen. Neue Empfänger kann das Werkzeug nicht anlegen, eine Zahlung an einen neuen Lieferanten beginnt also weiterhin in Mercury. Zudem weist Mercury darauf hin, dass der Lesezugriff Kontostände, Buchungshistorie und Empfängerdaten für das KI-Werkzeug sichtbar macht und dass versteckte Anweisungen in fremden Inhalten einen Agenten dazu bringen könnten, Daten weiterzugeben oder Kategorien und Notizen zu ändern, die ohne Prüfung wirksam werden.

Quelle: docs.mercury.com · Oktober 2026

Mit KI-Unterstützung verfasst und automatisch geprüft. Für die Sammlung ist eine Person verantwortlich. So entstehen die Einträge

Neunzig Minuten live auf Ihren Tools. Eine Automatisierung läuft, bevor wir auflegen.